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Versicherungsrecht aktuell Gehört der Sand auf dem Boden einer Reithalle zu dem Gebäude der Reithalle?

Das ist eine entscheidende Frage in einem Fall, in dem ein Sturmschaden eingetreten und von der Versicherung bezüglich der Schäden am Dach auch reguliert worden war. Teile des Daches und kleine Splitter waren aber auch auf den Reitsand gefallen, der erneuert werden musste, damit die Pferde ihre Hufe nicht auf dem verunreinigten Sand verletzen. Für die Kosten in immerhin vierstelliger Höhe wollte die Versicherung aber nicht eintreten. Die Übernahme dieser Kosten hat sie abgelehnt. Diese Frage beschäftigt nun die Gerichte. Entscheidend kommt es darauf an, ob der Hallenboden, obwohl er nicht fest mit dem Gebäude verbunden ist ein Gebäudebestandteil ist oder ob es sich um Zubehör handelt, das über eine Inhaltsversicherung zu versichern gewesen wäre. Dabei ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass Baustoffe und Bauteile nicht zu einer festen Einheit zusammengefügt sein müssen, um nach der Verkehrsanschauung als ganzes Teil des Bauwerks zu sein. Das Landgericht Hagen wird in Kürze dazu eine Entscheidung fällen.

Beitrag veröffentlicht am
18. Dezember 2020

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